Berichte und Konzepte


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Musik 2009 [84 KB]

Bernhard Fink, langjähriger Fachgruppenleiter Oberfranken(links) und Markus Nißl (München) wurden von Landesvorsitzendem Gerhard Ottowitz verabschiedet.

Egbert Engelmann (Unterfranken), Klaus Kaiser(München), Rothraud Knirsch (Oberbayern), Landesvorsitzender Gerhard Ottowitz (Niederbayern), Catrin Frey (Oberfranken), Harald Luft (Mittelfranken), Dr. Markus Köhler (Schwaben)

Fachgruppe Musik tagte in Regensburg

Personeller Wechsel in den Bezirken – Standortbestimmung und Zukunftsplanung

Nach Abschluss der Neuwahlen im BPV traf sich die Fachgruppe Musik zu ihrer ersten Sitzung in neuer Besetzung am 16.September 2009 in Regensburg. Bernhard Fink, langjähriger Vertreter der Musik in Oberfranken und Markus Nißl, bisher München, wurden vom Landesvorsitzenden Gerhard Ottowitz mit einem kleinen Geschenk und großem Dank und Anerkennung verabschiedet. Der langjährige Bezirksfachgruppenleiter der Oberpfalz, Bernhard Niklas, der ebenfalls altersbedingt ausscheidet, konnte leider nicht an der Versammlung teilnehmen, war aber in den Dank und die Würdigung der Fachgruppe mit eingeschlossen. Mit drei neuen Mitgliedern Frau Rothraud Knirsch aus Oberbayern, Frau Catrin Frey aus Oberfranken und Herrn Klaus Kaiser für den Bezirk München konnten neue,
engagierte Nachfolger gefunden werden, die sich auch gleich mit ihren Ideen in die Versammlung einbrachten. Egbert Engelmann (Unterfranken), Harald Luft (Mittelfranken), Dr. Markus Köhler(Schwaben) und Gerhard Ottowitz (Niederbayern) sind weiterhin für den bayerischen Philologenverband aktiv und setzen sich für die Belange der Schulmusiker nachhaltig ein. Wir hoffen aus der Oberpfalz noch eine Mitstreiterin oder einen Mitstreiter für unsere Anliegen zu finden. Gerhard Ottowitz wurde als Landesvorsitzender wieder gewählt und Catrin Frey stellte sich als Stellvertreterin zur Verfügung.

Nach den Tätigkeitsberichten des Vorsitzenden und der Bezirksvertreter, einer kurzen Information über die Themen im Bildungsbeirat und über aktuelle Fortbildungen sowie den Verabschiedungen bzw. Neuwahlen stand eine Analyse der aktuellen Situation der Schulmusik und die Planung der Aktivitäten für die Zukunft auf der Tagesordnung.

Ermutigt durch die Wertschätzung der ästhetischen Fächer in der Regierungserklärung der neuen Staatsregierung und dem Versprechen „Wir werden Kunst- und Musikunterricht ausbauen“ in den Koalitionsvereinbarungen von CSU und FDP, sowie durch zahlreiche Veröffentlichungen über die Bedeutung der musischen Erziehung ging die Fachgruppe die Besprechung der Problemfelder und Wünsche der bayerischen Schulmusik mit Elan an.

1. Stellenwert des Fachs Musik
Im Rahmen der Außendarstellung von Schule ist die Bedeutung unseres Fachs in der gesamten Gesellschaft sehr hoch angesiedelt. Politik, Schulleitungen, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, der bayerische Philologenverband, Sachaufwandsträger und auch Schüler messen der Musik hohen Wert bei Konzerten und Umrahmungen von Feierlichkeiten und Veranstaltungen bei. Als Schulfach zur Kulturvermittlung, enormen Möglichkeiten der Förderung von personalen und sozialen Kompetenzen, Entwicklung praktischer musikalischer Fähigkeiten und ästhetischer Urteilkraft findet unser Fach oft nicht die angemessene Beachtung.
2. Die Forderung, die Unterrichtspflichtzeit der Musiklehrer an die der übrigen Lehrer der gleichen Schulart anzugleichen, ist wichtigstes Anliegen der Verbandsarbeit.

3. Eine Unterscheidung von Vorrückungs- und Nicht-Vorrückungsfächern im Pflicht- oder Wahlpflichtprogramm der Schüler ist längst überholt.

4. Dem musischen Wahlunterricht zur individuellen Förderung begabter und interessierter Schüler ist durch Ausweisung eines eigenen Stundenbudgets und die sinnvolle zeitliche Organisation des Schulalltags Rechnung zu tragen.

5. Im Rahmen der Ganztagesangebote bieten sich Möglichkeiten der stärkeren Gewichtung des Fachs Musik an unseren Gymnasien.

6. Die Einrichtung von Streicher-, Bläser- und Chorklassen ist zu unterstützen, darf aber nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum traditionellen, am Lehrplan orientierten Unterricht gesehen werden.

7. Die enormen Belastungen durch die extremen Differenzierungsanforderungen, die besondere Belastung durch Lautstärke und Disziplinanforderungen beim Klassenmusizieren, das Problem der „individuellen“ Förderung von oft bis zu 500 Schülerinnen und Schülern in über 15 Klassen, die Einstündigkeit in der Mittelstufe und die nur sehr schwer zu erreichende Nachhaltigkeit stellen eine besondere Herausforderung an Musiklehrer dar, die noch nicht hinreichen anerkannt wird.

8. Die Kooperationsmöglichkeiten mit außerschulischen Partnern, insbesondere mit den Musikschulen müssen gefördert und erleichtert werden.

9. Landesarbeitsgemeinschaften für Chor, Orchester, Jazz, Popmusik und Volksmusik sollen gestärkt werden und durch Einrichtung einer Landesstelle für die Schulmusik unterstützt und gebündelt werden.

10. Musikfeste auf regionaler oder Landesebene sind wichtige Meilensteine für unsere Ensembles und brauchen genügend finanzielle Mittel.

11. Eine aktuelle, praxisbezogene und qualitativ hochwertige Ausbildung der Musikerzieher vom Kindergarten bis zum Gymnasium und die Möglichkeiten der lebenslangen Fortbildung

sind unverzichtbar.

In Zusammenarbeit mit den Musikverbänden, dem Ministerium und dem ISB, der ALP in Dillingen und mit Unterstützung des BPV wird sich die Fachgruppe für die Kolleginnen und Kollegen und das Fach Musik weiterhin mit aller Kraft einsetzen.

Gerhard Ottowitz

Jahrestagung der Fachgruppe Musik

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Fachgruppe Musik in Regensburg standen neben aktuellen Themen wie neue Oberstufe (Seminare und Möglichkeiten des Fachs Musik) und neue Aufgabenkultur im Hinblick auf das Abitur auch die „Klassiker“ wieder auf der Tagesordnung. Einstellungssituation, Beteiligung an Intensivierungsstunden, Vorrückungsfach ab Jahrgangsstufe 5 und als zentraler Dauerbrenner das zu hohe Stundenmaß der Musiklehrer an Gymnasien. In Gesprächen mit Politikern, im Ministerium und Anfragen über den bildungspolitischen Ausschuss des Landtags versucht die Fachgruppe eine Neubewertung der Belastung der Musiker unter den veränderten Bedingungen seit dem letzten Urteil zur Arbeitszeit der Musiker an Gymnasien aus dem Jahr 1987 zu erreichen.

Gerhard Ottowitz


Konzeptvorschlag Bläser- und Streicherklassen im Rahmen der Intensivierungsstunden in musisch-ästhetischen Fächern [21 KB]