Ziele der Fachgruppenvorsitzenden
Die Fachgruppenvorsitzenden der Fächer Biologie und Chemie wollen vier Ziele vorrangig erreichen:
1. Durchgehende Teilung der 5. Klassen beim Naturwissenschaftlichen Arbeiten im Fach Natur und Technik in allen Gymnasien sowie der 8. und 9. Jahrgangsstufen im Profilbereich des Naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasiums mit einer Gruppengröße von maximal 16 Schülern.
Begründung: Oberste Priorität beim Auslaufen des G9 muss es sein, die wegfallenden Stunden für ein selbstständiges, schülergerechtes Arbeiten in Praktika unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen einzusetzen. Dazu müssen allen 5. Klassen und den 8. und 9. Klassen NTG jeweils vier Lehrerstunden zur Verfügung stehen.
Erst nach dieser vorrangigen Festlegung können die Schulen weitere, hoffentlich noch in großer Zahl vorhandene Lehrerstunden für Profilierungsmöglichkeiten nutzen.
2. Erteilung aller Fachstunden in Chemie und Biologie von ausgebildeten Fachlehrkräften.
Begründung: Bei aller anerkennenswerten Bereitschaft vieler Eltern, Studenten und anderer, als Aushilfslehrkräfte Stundenausfälle zu vermeiden, können diese nicht für gymnasialen Unterricht ausgebildeten Kräfte sehr häufig weder das gymnasiale Unterrichtsniveau noch die erzieherische Wirksamkeit gewährleisten.
3. Vorrangige Berücksichtigung von Lehrkräften mit der Lehrbefähigung Biologie und/oder Chemie im Fach Natur und Technik der 5. Jahrgangsstufe.
Begründung: Durch den Fachunterricht Biologie in Natur und Technik gibt es sehr viele Verknüpfungen zum Praktikum Naturwissenschaftliches Arbeiten mit Erweiterungen zu chemischen und physikalischen Fragen. Gerade die propädeutische Chemie aber auch die anderen Fachbereiche erfordern bestausgebildete Fachleute. Ferner ist es aus entwicklungspsychologischer und erzieherischer Sicht günstig, einen zu häufigen Lehrerwechsel in der 5. Jahrgangsstufe zu vermeiden. Der Zugang zu den Grundlagen naturwissenschaftlichen Denkens wird so vielen Schülerinnen und Schülern erleichtert.
4. Kritische Prüfung der gültigen Lehrpläne in Chemie und Biologie durch den gehaltenen Unterricht mit dem Ziel einer mittelfristigen Verbesserung.
Begründung: Die Gymnasien benötigen zunächst eine Zeit ohne ständig neue und nicht immer tragfähige Vorgaben. In dieser Zeit sollte aber ein intensiver Austausch über Probleme bei der Umsetzung der Lehrpläne in Chemie und Biologie sowie deren möglich Behebung stattfinden, um in ca. 4-5 Jahren gezielte und belastbare Verbesserungen im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler sowie des Gymnasiums vorzuschlagen.
Darüber hinaus setzen wir uns weitere Ziele:
- Sammlungsleiter erhalten eine Anrechnungsstunde. Begründung: Die Pflege umfangreicher Sammlungen sowie der dramatisch gestiegene Aufwand, allen Sicherheitsbestimmungen insbesondere bei chemischen Sammlungen gerecht zu werden, erfordern eine Entlastung. Auch eine höhere Wertigkeit im Funktionenkatalog ist aus diesem Grund erforderlich.
- Ein bedarfsgerechtes Angebot an Fortbildungen in Chemie und Biologie auf Bezirksebene in Zusammenarbeit mit Universitäten wird angestrebt. Insbesondere stehen Fortbildungen zu deutlich veränderten Lehrplaninhalten (z.B. Soziobiologie) sowie zu verbesserten und/oder neuen chemischen Experimenten, eventuell auch in micro scale, auf der Wunschliste. Leider stehen diesem Anliegen auch in Zukunft v.a. die Überlastung vieler Universitäten sowie die durch den Ganztagsbetrieb erhöhte Belastung vieler Kolleginnen und Kollegen und der vermehrte Unterrichtsausfall entgegen.
- - Geeignete, aber meist teure Lehrermaterialien von Verlagen sollen in geeigneter Form kostenlos oder deutlich im Preis reduziert allen Fachschaftsmitgliedern Chemie und Biologie des BPV zur Verfügung gestellt werden, insbesondere den Berufsneulingen. Schauen Sie bei Gelegenheit immer wieder einmal in den Bereich C/B auf die Homepage des BPV.
- - Attraktivität des Chemieunterrichts in der Sekundarstufe 1 erhalten oder aufbauen. Damit das Fach Chemie in der Oberstufe einschließlich der W- und P-Seminare möglichst stark nachgefragt und belegt wird, muss der Fachunterricht auf experimenteller Basis unter Berücksichtigung möglichst vieler Alltagsbezüge klar strukturiert und einsichtig erfolgen. Aus dem Verständnis (manchmal auch schwieriger) chemischer Sachverhalte erwächst Begeisterung.
