Aktuelles
Montag, 14. Mai 2012
Bewerbungsseminar – Alternativen zum gymnasialen Staatsdienst (3. Schwäbischer Philologentag für Referendarinnen und Referendare)

Wie geht es weiter nach dem Referendariat? – Um mögliche Antworten drehte sich der 3. Schwäbische Philologentag für Referendarinnen und Referendare am Gymnasium bei St. Anna in Augsburg. Er fand statt unter dem Titel „Bewerbungsseminar – Alternativen zum gymnasialen Staatsdienst“. Vor über dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmern referierten (von links) die stv. rjv-Vorsitzende Elisabeth Utsch, die Hauptpersonalrätin und stv. Verbandsvorsitzende Rita Bovenz, der Referent für Öffentlichkeitsarbeit Wolfram Janke, der schwäbische Bezirksvorsitzende Stefan Düll, als Vertreterin kirchlicher Gymnasien Kerstin Regelein-Merkel, als Vertreterin der Beruflichen Schulen Katrin Wolf. Neben Alternativen an kirchlichen, privat-weltlichen und kommunalen Gymnasien sowie Beruflichen Oberschulen wurden auch Aushilfsverträge vorgestellt sowie mögliche Berufsfelder außerhalb des Lehramtes. Darüber hinaus wurden Art und Form von Bewerbung und Bewerbungsgespräch vermittelt, um die Chancen der Teilnehmer auf eine Anstellung zu erhöhen.
Montag, 2. Januar 2012
2012 - ein Jahr der Entlastung, aber nicht der Entspannung
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zunächst einmal bedanken wir uns dafür, im Oktober 2011 auf der Bezirksversammlung quasi als Ihr Vorstandsteam in unseren Ämtern bestätigt worden zu sein. Die geradezu überwältigende Zustimmung verstehen wir als Auftrag, uns den anstehenden Themen voll und ganz zu widmen. Es gilt, in den Diskussionen um Unterrichtsausfall, Ganztagsschule, eigenverantwortliche Schule, mittlere Führungsebene, Funktionen deutlich Flagge zu zeigen. Gemeinsam mit unserem Vorsitzenden Max Schmidt und den anderen Hauptvorstandsmitgliedern vertreten wir die Interessen einerseits der Kolleginnen und Kollegen und andererseits jene der gymnasialen Eltern- und Schülerschaft.
2011 war das Jahr der Nullrunden: Für mehr Arbeit (Stichworte: G8-Implementierung, doppelter Abiturjahrgang) gab es null Leistungsprämien, -zulagen oder –stufen; sie sind für zwei Jahre ausgesetzt. Im Unterschied zu den Angestellten im Öffentlichen Dienst gab es entgegen dem Leistungsprinzip für die BeamtInnen null Besoldungserhöhung; und die anstehende wird gerade einmal die Inflationsrate ausgleichen. Fertige Junglehrkräfte haben reihenweise null Anstellung in ihrem erlernten Beruf gefunden. Null Haushaltsmittel werden in den Pensionsfonds einbezahlt.
Und für all das haben wir bei vielen PolitikerInnen null Verständnis gefunden, auch wenn wir in unserem Dienst-herren, Kultusminister Spaenle, grundsätzlich einen Fürsprecher für uns als Bildungsträger haben. So kam es im September über den „Bedarf“ hinaus zu Einstellungen auch in Nicht-Mangelfächern, wurden neue Stellen für die mobile Reserve geschaffen und wurden die Mittel für Aushilfen aufgestockt. Das mag nicht genug sein, ist aber der Weg in die richtige Richtung.
2011 war auch das Jahr des Gymnasiums und seiner Lehrerinnen und Lehrer: Professionell haben Sie das achtjährige Gymnasium vollständig implementiert und zwei Jahrgänge zum Abitur geführt. Was nach außen kaum wahrgenommen wird, das war mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden, mit Stress und zum Teil auch mit gesundheitlicher Beeinträchtigung. Dennoch haben Sie gezeigt, dass das Gymnasium gerade auch wegen seiner Lehrkräfte zu Recht das Flaggschiff bayerischer Bildungspolitik ist, wenn auch eines, dessen Kurs in schwerer See nicht immer exakt festlag. Deshalb hat der Minister ja auch bis zuletzt das Steuer mehrfach feinjustiert.
2012 wird ein Jahr der Entlastung, aber nicht der Entspannung; dafür ist unsere Arbeit zu anspruchsvoll und vielseitig: Die Ansparphase des Arbeitszeitkontos ist auch für die letzte Gruppe zu Ende und ab dem nächsten Schuljahr wird die geleistete Mehrarbeit zurückgezahlt. Zudem wird dann die Arbeitszeit um eine erste halbe Unterrichtsstunde reduziert, im darauf folgenden Schuljahr dann um eine weitere halbe (So unser Kenntnisstand). Das entspricht zuletzt wieder einer 40-Stunden-Woche, wie sie auch die übrigen BeamtInnen bekommen.
Mit der Bereitstellung einer internen Lehrkräftereserve, einer Budgetaufstockung um Leitungsstunden und einer deutlichen Verringerung der Klassenstärken könnten wir uns dann um so mehr auf das besinnen, wofür wir da sind, Förderung der Talente und Potenziale jedes einzelnen unserer Schüler und jeder einzelnen unserer Schülerinnen.
gez. Stefan Düll (Bezirksvorsitzender), Wolfram Janke (stv. Bezirksvorsitzender), Wolfgang Poeppel (Bezirksschatzmeister)
