Bezirk München
Bezirksvorsitzender:
Richard Sauerer, StD
muenchen@bpv.de
BEZIRKSVERSAMMLUNG IN MÜNCHEN
Ära Gesa Wenz geht zu Ende, Richard Sauerer neuer Bezirksvorsitzender
Beim diesjährigen Herbsttreffen der Münchner Philologen konnte die (Noch-) Vorsitzende Gesa Wenz nicht nur die zahlreich erschienenen Münchner Delegierten, Obleute und Bezirksfachgruppenleiter begrüßen, sondern auch vom bpv-Vorstand Vorsitzenden Max Schmidt, seine Stellvertreterin Dagmar Bär und Statistikreferent Martin Schowanek sowie das ehemalige HV-Mitglied Utta Kestel von der Stadt München. Danach blickte sie zurück auf fast 20 Jahre aktiver Tätigkeit als Bezirksvorsitzende: „Die Bildung ist ein Friedhof, auf dem ständig auferstanden wird,“ zitierte sie. „Man meint, alles sei schon irgendwann einmal gesagt worden, aber trotzdem muss es fast gebetsmühlenartig wiederholt werden, um Verschlechterungen zu verhindern.“ Überhaupt wurde in diesen 20 Jahren erzwungenermaßen mehr Kraft in das Abwehren von Übeln investiert als in den Kampf für Neuerungen. Aber zumindest die erste Dekade dieser 20-jährigen Amtszeit war in der Gesamtbilanz positiv. Unter Stoiber und Hohlmeier kam dann mit der überhasteten Reduzierung des Gymnasiums auf 8 Jahre ein herber Rückschlag. Auch der Bezirk München kämpfte mit aller Macht und an vielen Fronten gegen diese katastrophale Maßnahme, konnte die unüberlegte Entscheidung aber letztlich nicht verhindern. Mit dem überaus großen Vertrauen, das der Bezirk München seiner Vorsitzenden entgegenbrachte, sei aber die bpv-Arbeit trotz dieser Verschlechterung zu schultern gewesen, so Gesa Wenz.
Nachdem Kassenprüfer Gerhard Pfister die korrekte Führung der Finanzen bestätigte, wurde die Bezirksvorsitzende einstimmig entlastet.
Bei der Wahl zum Bezirksvorsitzenden wurde StD Richard Sauerer mit über 90 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt. Der Seminarlehrer vom Münchner Max-Planck-Gymnasium versprach, die neue Aufgabe mit vollem Einsatz angehen zu wollen. Schon im nächsten Jahr komme mit der Organisation der Hauptversammlung in München eine riesige Arbeit auf ihn zu. Als seine Stellvertreterin wurde einstimmig Edith Steinhardt vom städtischen Sophie-Scholl-Gymnasium gewählt.
Hauptpersonalrätin Dagmar Bär referierte über ihre Arbeit im Hauptpersonalrat: So kann jetzt Mehrarbeit schon nach 3 Monaten abgerechnet werden. Auch im nächsten Jahr stehen (einige) Beförderungen an. Die 12-monatige Wiederbesetzungssperre wird möglicherweise auf 3 Monate verkürzt, auch wird im Landtag die Anhebung der Bezüge zum 1.1.2012 diskutiert. Der Weg in den Ruhestand ist mit den verschiedenen Varianten und eventuellen Pensionskürzungen komplex geworden. Frau Bär empfiehlt, diesbezüglich sich (telefonisch oder per Email) im HPR beraten zu lassen. Die neuen Beurteilungsrichtlinien sind weitgehend fertig. Problematisch dabei sind die Regelbeurteilung auch der über 55-jährigen Kollegen oder die Beurteilung der Schulleiter, positiv dagegen ist, dass Fachbetreuer alleine keine Unterrichtsbesuche durchführen werden.
Utta Kestel vom Münchner Schulreferat konstatierte eine große Unsicherheit bei den städtischen Lehrern, da neue Richtlinien für Beurteilungen, Beförderungen und Funktionen angekündigt sind, ihr Inhalt aber gänzlich unbekannt ist. Zur Verunsicherung trug auch die Neustrukturierung in der Verwaltung bei, die zur Folge hatte, dass die städtischen Philologen bei der Kommune nun nicht mehr eigenständig vertreten sind.
Max Schmidt kritisierte, dass zum Schulbeginn die Unterrichtsversorgung nicht befriedigend verlief, wie so oft forderte er eine 10-prozentige Unterrichtsreserve. Im Zusammenhang mit der Referendarsausbildung verlangte er erneut, dass im 3. Ausbildungsabschnitt kein eigenverantwortlicher Unterricht gehalten werden dürfe. Kostengründe sind es auch, wenn alle Bundesländer ein Auge auf das zweigliedrige Schulsystem werfen, nur Minister Spaenle ist einer der wenigen „Aufrechten“, die das dreigliedrige System beibehalten wollten.
Nach der Behandlung der Anträge des Bezirkes für die Hauptversammlung in Nürnberg dankte Gesa Wenz ihrem langjährigen Stellvertreter Dr. Lorenz Maier, den Kassenprüfern und dem Wahlausschuss für die geleistete Arbeit. Mit einem lang anhaltenden, herzlichen Beifall dankte die Versammlung der verdienstvollen, vieljährigen Tätigkeit seiner Bezirksvorsitzenden Gesa Wenz.
Robert Cerny

