MOBILE LEHRERRESERVE FÜR GYMNASIEN
MOBILE LEHRERRESERVE FÜR BAYERNS GYMNASIEN KOMMT WIEDER
bpv-Chef Max Schmidt: „Gute Idee, aber nur mit zusätzlichen Lehrkräften sinnvoll“
Die heute vermeldete Entscheidung von Kultusminister Dr. Spaenle, für die Gymnasien wieder eine mobile Lehrerreserve einzurichten, wird vom Bayerischen Philologenverband (bpv) im Grundsatz begrüßt. „Wir sind für alle sinnvollen Maßnahmen, mit denen der Unterrichtsausfall an unseren Schulen tatsächlich reduziert werden kann. Wenn dies mit einer mobilen Reserve gelingt, ist uns das recht“, kommentierte der bpv-Vorsitzende Max Schmidt in einer ersten Stellungnahme die Bekanntgabe des Vorhabens. (Die offizielle Quote des Unterrichts, der an dieser Schulart nicht stundenplanmäßig gehalten werden konnte, lag im Schuljahr 2009/10bei 8,2 Prozent)
Eine tatsächliche Verbesserung der Unterrichtssituation für die Schüler, so Schmidt weiter, sei allerdings nur über die Schaffung zusätzlicher Stellen für die Lehrerreserve zu erzielen: „Lehrkräften, die man sowieso einstellen würde, darf man natürlich nicht einfach das Etikett ‚Lehrerreserve’ aufkleben.“
Philologenverband macht sich seit Jahren für integrierte Lehrerreserve stark
Gegenüber dem nun verkündeten Modell einer mobilen Reserve setzt sich der Philologenverband seit Jahren für die Schaffung einer integrierten Lehrerreserve ein. Anders als bei einer mobilen Reserve stehen die Lehrkräfte bei der integrierten Reserve einer Schule nicht nur im Notfall, sondern dauerhaft für den Unterricht zur Verfügung. Damit eine integrierte Reserve wirklich funktionieren kann, benötigten die Gymnasien rund fünf Prozent mehr Personal. Dies ist die Größenordnung, die laut Schmidt auch für die Schaffung der vom Kultusministerium präferierten mobilen Reserve gelten sollte. Eine solche Aufstockung sei moderat und personell machbar: „Die jüngst stark gestiegenen Bewerberzahlen und der Wegfall des neunjährigen Gymnasiums eröffnen personelle Spielräume. Dadurch wird es kein Problem sein, die Lehrerreserve auch mit qualifizierten Lehrkräften auszustatten.“
