KLUGER START DER POLITIK INS NEUE SCHULJAHR

PHILOLOGENVERBAND BEGRÜßT GEPLANTE INVESTITIONEN IN DIE BAYERISCHE BILDUNG

Nach dem Treffen des Koalitionsausschusses von CSU und FDP am vergangenen Wochenende freut sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt, dass ein wesentlicher Teil des geplanten 500-Millionen-Euro-Investitionsprogramms für den Freistaat in den Schulen ankommen soll: „Dass die bayerische Staatsregierung derzeit Investitionsmöglichkeiten im Bildungsbereich prüft, zeugt von einer klugen Politik. Investitionen in die bayerische Bildung sind Investitionen in die Zukunft des Freistaates.“

„Sofortprogramm gegen Unterrichtsausfall längst überfällig“
Besonders erfreulich sei das geplante Sofortprogramm gegen Unterrichtsausfall, das vor allem die derzeit sehr beschwerliche Personalsituation an den Gymnasien verbessern soll. „Am Gymnasium geht es in den nächsten Jahren um Qualitätssicherung. Dafür benötigen wir gute Rahmenbedingungen. Nur so kann sich das bayerische Gymnasium in seiner neuen Struktur festigen und systematisch weiterentwickeln“, so der bpv-Vorsitzende. „Für eine dauerhafte Stabilisierung der Lernerfolge unserer Schüler brauchen wir an den Gymnasien deutlich kleinere Lerngruppen, mehr Lehrkräfte und echte Gelegenheiten für individuelle Förderung.“ Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sei eine integrierte Lehrerreserve: Durch 10% zusätzliche Lehrkräfte an den Gymnasien könne man, wie in der Wirtschaft seit langem üblich, künftig krankheitsbedingte oder andere Unterrichtsausfälle vermeiden, den regulären Unterricht gewährleisten und „in guten Zeiten“ sogar zusätzliche individuelle Förderung ermöglichen. Einige andere Bundesländer haben dies bereits erkannt und eine über 100% liegende Personalversorgungsquote eingeführt, um ihre Unterrichtsversorgung dauerhaft in den Griff zu kriegen. „Bayern darf sich hier nicht die Butter vom Brot nehmen lassen!“

Nicht letztes, sondern erstes Kindergartenjahr sollte beitragsfrei sein
Der Bayerische Philologenverband begrüßt auch, dass die Staatsregierung eine Verbesserung der Frühförderung in Erwägung zieht. „Frühförderung ist der entscheidende Faktor für spätere Schulerfolge“, so Schmidt. „Wir empfehlen jedoch: Nicht das letzte, sondern das erste Kindergartenjahr sollte beitragsfrei sein.“ So werde ein möglichst langer Förderprozess eingeleitet und eine wesentliche Zugangsschwelle zu Förderangeboten nicht erst kurz vor dem Schulstart überwunden. „Im letzten Kindergartenjahr besuchen bereits über 95% der Kinder ohne und rund 85% der Kinder mit Migrationshintergrund Kindergärten. Der Bildungs-„Mehrgewinn“ durch ein kostenloses letztes Kindergartenjahr wäre daher relativ gering“, kommentiert Schmidt den FDP-Vorstoß für ein verpflichtendes beitragsfreies letztes Kindergartenjahr.

Schmidt: „Standortgarantie für ‚Mini-Grundschulen’ ist eine hervorragende Idee“
Lobende Worte findet Schmidt auch für die Überlegung der CSU für eine Standortgarantie von „Mini-Grundschulen“ im ländlichen Raum. „Dieser Vorschlag ist ausgesprochen weitsichtig. Immerhin leben über 60% der bayerischen Bevölkerung im ländlichen Raum. Eine Standortgarantie für ‚Mini-Grundschulen’ sichert daher auch künftig die gleichwertigen Lebensbedingungen im Freistaat. Für Bürger, Kommunalpolitiker und Eltern im ländlichen Raum ist dies von außerordentlich großer Bedeutung.“