GYMNASIALLEHRER AN HOCHSCHULEN!

Der Bayerische Philologenverband fordert, die Situation an den Hochschulen durch die Abordnung von Gymnasiallehrkräften zu verbessern.

Max Schmidt, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, forderte in einem Gespräch von Lehrer- und Elternverbänden der zum Abitur führenden Schularten mit Wissenschaftsminister Heubisch, durch Abordnungen aus dem Bereich des Kultusministeriums die Situation an den Hochschulen zu verbessern. Die durch den Wegfall der 13. Jahrgangsstufe am Gymnasium rechnerisch frei werdenden Lehrerstellen sollen als Beschäftigungsmöglichkeiten für Nachwuchskräfte erhalten bleiben. „Dazu kann das durch den doppelten Abiturientenjahrgang an den Universitäten dringend gebrauchte zusätzliches Personal durch Gymnasiallehrerinnen und -lehrer, die durch ihr vertieftes wissenschaftliches Studium bestens qualifiziert sind, gestellt werden. Zeitlich befristete Abordnungen von Gymnasiallehrkräften können die Angebote im Grundstudium deutlich verbessern. Hierzu müssen die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es für Gymnasiallehrerinnen und -lehrer attraktiv machen, für ein paar Jahre an die Universität zu wechseln und dann an die Schule zurückzukehren oder sich wissenschaftlich weiterzuqualifizieren. Davon haben beide Seiten etwas, denn die gewonnenen Erfahrungen kommen dann ja auch wieder den Schulen zu Gute.“, erklärte Max Schmidt.

Generell in Bezug auf die Situation von Studienanfängern wies Schmidt darauf hin, dass Schwierigkeiten bei der Studienentscheidung auch in den veränderten Strukturen in den Bachelor- und Masterstudiengängen zu sehen seien, die eine frühzeitige Spezialisierung notwendig machten: „Dies führt bei den Studierenden zu Verunsicherung, weil die Orientierung schwierig ist.“

Im Hinblick auf die Lehrerbildung führte Schmidt aus, dass die hohe Qualität der bayerischen Lehrerbildung an den Universitäten unbedingt auch in Zukunft erhalten werden müsse – trotz veränderter und schwierigerer Rahmenbedingungen. „Um hier Klarheit über die tatsächliche Situation zu haben, fordern wir eine Analyse im Hinblick auf die an den Universitäten ausgewiesenen Stellen für Lehrerbildung im Verhältnis zu den tatsächlich für die Lehrerbildung verwendeten Stellen,“ so Schmidt.