ACHTJÄHRIGES GYMNASIUM DARF KEIN SPARMODELL SEIN!
PHILOLOGENVERBAND PROTESTIERT GEGEN ABBAU VON LEHRERSTELLEN
Anlässlich der vom Kultusministerium vorgelegten aktuellen Informationen zur Entwicklung der Unterrichtsversorgung und der Lehrerinnen- und Lehrerstellen in Bayern fordert der Bayerische Philologenverband, dass die wegen des Auslaufens der 13. Jahrgangsstufe wegfallenden 1.819 Lehrerstellen voll erhalten bleiben. „Wir sind davon ausgegangen, dass das G8 kein Sparmodell sein soll, dass alle frei werdenden Stellen im System bleiben,“ so der bpv-Vorsitzende Max Schmidt. „Angesichts der hohen Zahl an gut ausgebildeten und hoch motivierten jungen Lehrkräften, die zur Zeit ihr Referendariat absolvieren bzw. abschließen, besteht die Chance, die frei werdenden Stellen qualifiziert zu besetzen. Diese Chance sollte nicht der Sparpolitik geopfert werden! Zumindest die Guten für den Lehrberuf zu halten, einen Einstellungskorridor zu schaffen und so auch dafür zu sorgen, dass es durch den Aufbau einer integrierten Lehrerreserve zu keinem Unterrichtsausfall mehr kommt, wäre in der jetzigen Situation eine kluge Investition in die Zukunft des Gymnasiums,“ so Schmidt weiter. Das Kultusministerium betrachtet den Wegfall der 13. Jahrgangsstufe im Gymnasium als Aufgabenwegfall; deshalb sollen 1.499 Stellen direkt gestrichen werden und für weitere 320 Aushilfsstellen die Mittel nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. „Selbst wenn man diese Stellen mit den wegen Schülerzunahme und Rückgabe des Arbeitszeitkontos an Gymnasien neu ausgewiesenen 811 Stellen verrechnet, bedeutet dies bei ungefähr 300 staatlichen Gymnasien künftig ein Weniger von 3 bis 4 Lehrkräften pro Schule. Diese Kolleginnen und Kollegen werden aber an den Gymnasien dringend gebraucht!“, erklärte Schmidt.
