UMFRAGE UNTER BAYERISCHEN ELTERN
Umfrage unter 1.000 bayerischen Eltern von Gymnasialanfängern und 1.000 Fünftklässlern widerlegt Gerede vom unerträglichen Übertrittsdruck:
NUR 8,4 PROZENT DER GYMNASIALANFÄNGER EMPFANDEN IM LETZTEN GRUNDSCHULJAHR EINDEUTIGEN ÜBERTRITTSDRUCK! - 75 PROZENT FREUTEN SICH AUF DEN ÜBERTRITT!
Eine jüngst an bayerischen Gymnasien durchgeführte Umfrage von Schulleitern bei den Fünftklässlern und deren Eltern widerlegt den von verschiedenen Seiten erzeugten Eindruck eines unerträglichen Übertrittsdrucks. Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt begrüßte es, dass damit endlich auch für Bayern empirische Daten vorliegen, auf deren Grundlage man die Stärken und Schwächen des Übergangs von Grundschulen auf weiterführende Schulen, insbesondere die Gymnasien, genauer analysieren könne.
Die Frage, ob sie sich an der Grundschule durch den Übertritt unter Druck gesetzt fühlten, beantworteten nur 8,4 Prozent der befragten Schüler mit Ja, 32 Prozent kreuzten die Antwort teils/teils an. Dagegen gaben über 75 Prozent an, sich auf den Übertritt gefreut zu haben, nur 1 Prozent der Schüler verneinte das, 24 Prozent kreuzten die Antwort teils/teils an. Die große Mehrzahl der Eltern empfand das Übertrittsgutachten der Grundschule als hilfreich, nur 18,5 Prozent sahen dies ganz anders. Nur 3 Prozent der Fünftklässler sagen am Ende ihres ersten Jahres am Gymnasium, dass sie Schwierigkeiten gehabt hätten, sich dort einzuleben.
Allerdings geben über 40 Prozent der Eltern an, dass sich die Freizeitmöglichkeiten ihrer Kinder eindeutig verringert hätten, aber nur 12 Prozent beantworten die Frage mit Ja, ob sie ihren Kindern regelmäßig bei Hausaufgaben helfen müssten.
Die Umfrage, an der sich an verschiedenen Gymnasien rund 1000 Fünftklässler und ebenso viele Eltern beteiligten, hatte zum Ziel, herauszufinden, wie sich die Gymnasialanfänger an der neuen Schule eingewöhnt haben, ob sie an der Grundschule einen Übertrittsdruck empfunden haben, ob Eltern und Schüler die Vorbereitung auf den Übertritt für verbesserungswürdig halten, aber auch, ob sich am Gymnasium die Freizeitmöglichkeiten verringert und der Leistungsdruck zugenommen hat.
Diese jetzt erstmals für Bayern vorliegenden Werte zeigen eine hohe Übereinstimmung mit dem Ergebnis einer 2007 veröffentlichten Befragung von Viertklässlern durch das Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung: Nur 7,7 Prozent der Schüler hatten damals erklärt, sich Sorgen um den bevorstehenden Schulwechsel zu machen.
Die ausführliche Auswertung wird in wenigen Tagen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
