GYMNASIUM: ANMELDEZAHLEN STEIGEN UM 2,4 PROZENT
52.000 SCHÜLER WOLLEN NEU AUFS GYMNASIUM – ANMELDEZAHLEN STEIGEN UM 2,4 PROZENT
Schmidt: „Neue Übertrittsempfehlung ist für Kinder aus bildungsfernen Schichten ein Türöffner zu mehr Bildung“
Die Einschreibezahlen an den bayerischen Gymnasien sind in diesem Jahr z.T. wieder steil nach oben gegangen. Damit hat sich der seit Jahren anhaltende Trend auch heuer fortgesetzt. Bayernweit stiegen die Anmeldezahlen um 2,4 Prozent auf 52.000 Schüler (inkl. der Anmeldungen zum Probeunterricht). In München betrug der Zuwachs 4,1 Prozent, Augsburg verzeichnet sogar ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt führt den starken Anstieg auch auf die Tatsache zurück, dass erstmals alle Viertklässler eine Übertrittsempfehlung erhalten haben: „Durch eine entsprechende Übertrittsempfehlung wurden nach unserer Beobachtung besonders Eltern aus eher bildungsfernen Schichten dazu ermutigt, ihr Kind an einer Realschule oder einem Gymnasium anzumelden. Entgegen manchen Unkenrufen stellt sich die obligatorische Übertrittsempfehlung als geeignetes Mittel heraus, bislang ungenutzte Bildungsreserven zu aktivieren. Zukünftig werden noch mehr Kinder noch bessere Bildungschancen bekommen können.“ Mit seiner Übertrittsquote liege Bayern im bundesdeutschen Durchschnitt. Die neuen Zahlen sind für den bpv-Vorsitzenden ein Beleg dafür, dass der Vorwurf, Bayern habe ein besonders selektives und restriktives Schulsystem, in dem die Bildungsgerechtigkeit zu kurz komme, nicht aufrecht zu halten ist.
Eltern von Stimmungsmache gegen das Gymnasium unbeeindruckt
Gleichzeitig äußerte sich Schmidt erfreut darüber, dass die Taktik des BLLV nicht aufgegangen ist, mit gezielten Negativmeldungen über das Gymnasium Eltern zu Beginn der Anmeldungswoche zu verunsichern: „Die Eltern wissen sehr wohl, welche Chancen sich ihren Kindern an unseren bayerischen Gymnasien eröffnen. Die haltlose Kampagne, mit der derzeit Gesamtschulpropagandisten gegen unsere Schulart Stimmung zu machen versuchen, geht vollkommen an der Befindlichkeit und den Wünschen der Elternschaft vorbei.“
