SCHULSEKRETARIATE STÄRKER GEFORDERT
SCHULSEKRETARIATE DURCH REFORMEN UND GANZTAGSBETRIEB STÄRKER GEFORDERT
Max Schmidt: Zahl der Verwaltungskräfte auf Basis der Schülerzahlen zuteilen
Anlässlich der für morgen erwarteten Diskussion im Bayerischen Landtag über den Bericht der Staatsregierung über die Zuteilungsrichtlinien für schulische Verwaltungskräfte hat sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt dafür ausgesprochen, an allen Schularten die Zahl der Verwaltungskräfte an die Zahl der Schülerinnen und Schüler zu binden: „Die gleichmäßige Versorgung aller Schularten mit einer angemessen großen Zahl von Verwaltungskräften steht nicht im Fokus der schul- und bildungspolitischen Debatte. Trotzdem ist sie schon lange ein Problem, das immer mehr Schulen drückt.“ Dies hänge mit den in den letzten Jahren forcierten Reformen und den gestiegenen Anforderungen an die bayerischen Schulen zusammen. Sie bringen nicht nur für Schüler- und Lehrerschaft, sondern auch für die Schulverwaltungen eine Aufgabenmehrung mit sich. An den Gymnasien besteht zudem die besondere Situation, dass die stark gestiegenen Schülerzahlen ganz besonders auf die Schulverwaltungen durchschlagen. Denn der Verwaltungsaufwand hängt eng mit der Anzahl der Schüler zusammen - stärker als mit der Zahl der Klassen: Bei zwei Schulen mit jeweils rund 600 Schülern, von denen Schule A 20 Klassen à 30 Schüler, Schule B dagegen 30 Klassen à 20 Schüler hat, muss Schule B allein durch die höhere Zahl an Klassen nicht etwa auch einen 50 Prozent höheren Verwaltungsaufwand bewältigen. Tatsächlich ist dieser aber an beiden Schulen ähnlich. „Die Schülerzahl als Berechnungsgrundlage zu nehmen, ist daher die gerechtere Lösung“, betonte Schmidt.
Im Ganztagesbetrieb müssen Sekretariate auch ganztags besetzt sein
Stärker als bisher müsse auch berücksichtigt werden, dass im Gefolge des Übergangs von immer mehr Schulen in Bayern zu einem Ganztagesbetrieb es erforderlich sei, Schulsekretariate nicht nur halbtags – und das möglicherweise auch nur während eines Teils einer Woche – zu besetzen. „Es kann nicht sein“, so Schmidt, „dass am Nachmittag Schüler im Sekretariat keinen Ansprechpartner mehr finden und der Direktor seine Zeit mit Telefondienst zubringt, weil die Verwaltungskraft nur einen Vertrag bis zum Mittag hat.“ Aktuell besonders betroffen von dieser Problematik sind bereits die bayerischen Gymnasien, in denen im Gefolge der Umstellung auf das achtjährige Gymnasien durchgängig auch nachmittags Schulbetrieb stattfindet, in Zukunft aber auch die Hauptschulen, die in echte Ganztagesschulen umgewandelt werden sollen.
