BILDUNGSSYSTEM FÜR SCHNELLSCHÜSSE ZU SCHADE

Nach der Wahlanalyse der Pragma-Politikberatung:

SCHMIDT: BILDUNGSSYSTEM FÜR WEITERE SCHNELLSCHÜSSE ZU SCHADE - EXPERTISE UND SACHVERSTAND DES BPV STEHEN ALLEN LANDTAGSPARTEIEN ZUR VERFÜGUNG

„Allen Parteien im bayerischen Landtag sollte die gestrige Analyse der letzten Landtagswahl durch die Pragma-Politikberatungsgesellschaft eine Warnung sein, sich nicht wieder in bildungspolitische Abenteuer zu stürzen.“ Mit diesen Worten nahm der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt zu der Aussage der Wahlforscher Stellung, eine verbreitete Unzufriedenheit mit bildungspolitischen Schnellschüssen wie etwa der Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8) habe wesentlich zu den enormen Stimmenverlusten der CSU beigetragen.

Keine bayerische Regierung dürfe den bei der G8-Einführung begangenen Fehler wiederholen, schulpolitische Reformen mit weit reichenden Konsequenzen ohne wirkliche Einbeziehung der Betroffenen zu verfügen. „Teure Politikberatung nach verlorenen Wahlen infolge bildungspolitischer Fehlentscheidungen können sich die Parteien sparen, wenn sie sich vor den Wahlen auf die wohlbegründeten Ratschläge des bpv einlassen – und die gibt es außerdem völlig kostenlos“, bot der bpv-Vorsitzende eine enge Koope­ration seines Verbandes den Bildungspolitikern und Verantwortlichen aller im Landtag vertretener Parteien an.

Mischung aus schulpraktischer Erfahrung und Wissenschaft prädestiniert bpv zum bildungspolitischen Partner für alle Parteien
Der Philologenverband als Berufsverband der Gymnasiallehrerschaft verfüge nicht nur über eine enorme, in der alltäglichen Praxis verwurzelte Erfahrung auf schulpolitischem Gebiet. „Zu unserem Selbstverständnis als Philologen gehört es seit der Verbandsgründung 1863, dass in unsere Positionen und Forderungen nicht allein eigene Erfahrungen als Schulpraktiker einfließen, sondern ebenso stark Erkenntnisse seriöser bildungswissenschaftlicher Forschung. Das zeichnet den Philologenverband mehr denn je vor manch anderen Gruppierungen und Grüppchen aus, die sich inzwischen auf dem Feld der Schul- und Bildungspolitik tummeln. Mit zunehmender Sorge beobachte ich, dass in der bildungspolitischen Debatte mangels wissenschaftlicher Fundierung heute oft zu einer überzogenen Gefühls- und Empörungsrhetorik Zuflucht genommen wird, um bestimmte Ziele durchzusetzen. Gerade bei den heftigsten Kritikern unseres Schulsystems ist diese Strategie besonders ausgeprägt. Allen in politischer Verantwortung Stehenden kann ich nur dringend raten, sämtliche kursierenden Behauptungen sorgfältig auf ihre Stichhaltigkeit abzuklopfen“, bemerkte Schmidt.